Cappuchino-Schoko-Törtchen und ein Zauberwald

Ihr Lieben!

Gestern waren wir bei der Tante von Herrn Lieblingsstücke eingeladen. Wie jedes Jahr werden wir meistens kurz vor Weihnachten zu einem Gaumenschmaus geladen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was sie immer so für uns zaubert. Es gibt nicht nur einen Braten… Nein, mindestens zwei und dieses Mal gab es sogar drei. Dazu gibt es immer ein oder zwei Suppen zur Vorspeise. Selbst an der Suppe könnte ich mich gestern wieder satt essen. Ich (den anderen geht es sicher genauso) muss mich jedes Mal zusammenreißen, weil sonst vom Hauptgang nichts mehr reinpasst.

Wir haben ihr mal zu Weihnachten ein kleines Back- und Kochbuch geschenkt und ich kenne wirklich niemanden der ein Kochbuch fast komplett durchgekocht hat. Ihr etwa? Jedes Mal wenn wir da sind stellt sie mehrere neue Rezepte aus dem Buch vor. Das ist so süß und irgendwie schmeichelt es einem auch, wenn einer noch nach Jahren sagt: “ Das Rezept ist aus eurem Buch!“ :-D Dabei war das Rezeptbuch von keinem Sternekoch oder so. Total die einfachen Rezepte, aber so lecker… Oder liegt es vielleicht einfach nur an der lieben Tante. Sie macht es jedenfalls immer mit so viel Liebe, dass man es schmecken kann…. Hach, jeder sollte so eine Tante haben. Nicht wahr?

Was ich eigentlich sagen wollte… Jedes Jahr werden wir bekocht und verwöhnt, dass ich diesmal auch was dazu betragen wollte. Ihr könnt euch sicher denken was! Genau, ein Törtchen sollte mit auf die Reise. Damit die liebe Tante nicht auch noch stundenlang backen muss. Als ob, dass was genützt hätte. Sie hat trotzdem Kuchen und Plätzchen gemacht…

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Mir schwirrte da so eine Idee im Kopf herum mit diesen Tannenbäumchen. Seit einigen Jahren mache ich sie für meine Weihnachtsdeko in der Küche. Die stehen dann da und dürfen nicht gegessen werden. Diese Woche habe ich sie auch gemacht und ich bin gespannt wie lange sie überleben. Mein Sohn hat letztes Jahr schon erkannt, dass da was essbares steht. Da konnte ich ihn ja noch überreden, dass sie doch bitte stehen bleiben sollten. Aber mit drei Jahren kann man sich selber einen Stuhl zur Hilfe holen und überall drauf klettern… naja, mehr muss ich dazu nicht sagen. Schneller als man gucken kann ist irgendetwas verschwunden oder weggefuttert…

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Dann habe ich vor ein paar Wochen die neue Sweetmag auf dem Blog von Party Princess (KLICK) gewonnen. Ja, sorry ich schon wieder… Vielleicht sollte ich Lotto spielen… ;-) Das Cover (KLICK) besticht durch diese coolen Fliegenpilze, dass ich sie natürlich auch nicht aus meinem Kopf bekommen habe.

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Einige haben bei Instagram ja schon eine kleine Preview der Pilzaktion gesehen und gefragt. Oben seht ihr mein Ergebnis. Es ist ganz passabel, oder?

So und das Ganze kombiniert mit einem Cappuccino-Schoko-Törtchen wäre toll. Ein Cappuccino-Törtchen gab´s hier noch nicht. Gesagt – getan. Es hat alles gut geklappt. Ein zweite Chance hätte ich sowieso nicht gehabt. Verrückt, oder?

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Für eine 20 cm SPRINGFORM benötigt ihr:

  • Die Zutaten für den Biskuit dieser Torte (KLICK)
  • allerdings nur 80 g Zucker
  • 15 g Kakao
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung und UMMANTELUNG:

  • 500 ml Sahne
  • 1 geh. EL Espressopulver
  • 250 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 100 g Mascarpone
  • 2 EL Puderzucker
  • 2 EL Kakao

SO WIRD´S GEMACHT:

Kuvertüre hacken. Sahne und Espresso aufkochen, vom Herd nehmen und die Kuvertüre darin auflösen. Zugedeckt ein paar Stunden abkühlen lassen bzw. kalt stellen.

Backform mit Backpapier auslegen. Ich mache das nur für den Boden, klemme das Backpapier sozusagen zwischen die Form. Backofen auf 200°C vorheizen. Eier trennen. Eiweiß mit 1 EL Wasser und 1 Prise Salz steifschlagen, währenddessen den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe unterrühren. Speisestärke, Mehl, Backpulver und Kakao auf die Masse sieben und vorsichtig unterheben. Den Teig in die Backform füllen und glatt streichen. Ca. 20-23 min. backen. Stäbchenprobe nicht vergessen. Aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen. Aus der Form lösen und auf dem Kopf auskühlen lassen, damit der Biskuit auch von oben schön gerade wird. Danach zweimal, am besten dreimal, waagerecht halbieren. Den unteren Boden auf eine Tortenplatte legen und einen Tortenring um den Boden stellen.

Die Espressosahne ca. 1-2 min. aufschlagen und ungefähr die Hälfte in ein anderes Gefäss füllen. Espressosahne auf den 1. Boden geben. Dann den Deckel des Biskuits oben draufsetzen, wieder mit der Sahne auffüllen. Entweder setzt ihr jetzt den letzten Boden auf und bestreicht nicht mehr mit der Sahne oder bestreicht und setzt den vierten auf. Jedenfalls bitte nicht den Abschlussboden mit der Sahne bestreichen. Sollte noch Sahne übrig sein gebt ihr diese zu der vorher Abgefüllten. Das Törtchen bitte kalt stellen.

Unter die restlichen Sahne rührt ihr mit einem Handrührgerät die Mascarpone, den Puderzucker und den Kakao. Auch für ca. 2-3 Stunden kalten stellen. Bis die Creme in der Torte fest wird. In der Zwischenzeit könnt ihr die Pilze bzw. die Tannenbäume machen. Wenn die Creme fest ist bestreicht ihr die Torte komplett mit der Espresso-Mascarpone-Creme. Bis zur Deko kalt stellen.

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Für ungefähr 8-9 Pilze benötigt ihr:

  • 1 Pck. Puderzucker
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Eiweiß (Größe M)
  • rote Lebensmittelfarbe (z.B. diese)

So wird´s gemacht:

Eiweiß mit einem Mixer steifschlagen. Sobald das Eiweiß anfängt steif zu werden, das gesiebte Puderzucker nach und nach dazugeben. Wenn die Masse steif ist einige Tropfen Zitronensaft dazugeben. Aber nicht zu viel, sonst wird das Iring wieder flüssig.

1/3 der Masse abfüllen und rot einfärben. In einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben und runde Häubchen spritzen. Die weiße Masse auch in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben und Pilzfüsse spritzen. In dem Heft steht, dass die weißen Punkte direkt auf die nassen Pilzköpfe gespritzt werden können. Das empfehle ich nicht, weil sich die weißen Punkte rot verfärben. Sobald sich ein Kruste gebildet hat könnt ihr mit Hilfe eines Gefrierbeutels und einer kleinen abgeschnittenen Ecke die Punkte auf die Köpfe spritzen. Füsse und Köpfe 1-2 Stunden trocknen lassen. Wenn die Köpfe sich einigermaßen lösen lassen, aber die Unterseite noch feucht ist könnt ihr die Köpfe ganz einfach auf die Füsse setzen. Die trocknen dann an und so müsst ihr am nächsten Tag nicht mühsam kleben oder so. Ich habe die Pilze dann über Nacht trocknen lassen. In dem Heft steht leider nicht, wie lange sie trocknen müssen und wann die Köpfe drauf gesetzt werden dürfen. Ich dachte erst, es fehlt eine Seite oder irgendwo kommt doch sicher die Fortsetzung…

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Für ungefähr 12 Tannenbäumchen benötigt ihr:

  • die Zutaten für den Biskuit von diesem Rezept (KLICK)
  • 200 g gehackte, weiße Kuvertüre
  • 200 g fein gehackte oder gemahlene Pistazien (wenn euch Pistazien zu teuer sind, dann könnt ihr auch grüne Zuckerperlen nehmen)
  • Puderzucker und Zitronensaft für den Zuckerguss
  • rote Zuckerschrift (Tube)

So wird´s gemacht:

Backofen auf 180 ° C Umluft vorheizen.

Für die Tannenbaumform 12 Kreise auf Backpapier zeichnen. Ich habe 10 cm, 18 cm und 20 cm große Kreise aufgezeichnet. Kreise ausschneiden und bis zur Mitte einschneiden. Backpapierkreise zu einem Kegel zusammenschieben und mit Büroklammern fixieren.

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Die Kegel in Tassen oder feuerfeste Gläser stellen.

Für den Biskuitteig: Eier trennen. Eiweiß mit 1 EL Wasser steifschlagen, währenddessen den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe unterrühren. Speisestärke, Mehl und Backpulver auf die Masse sieben und vorsichtig unterheben. Den Teig in die Kegel füllen (bis ungefähr 1/3 unter den Rand) und ca. 10 – 18 min backen. Das hängt von der Größe und der Teigmenge ab. Also zwischendurch immer mal wieder die Stäbchenprobe machen. Nach der Backzeit umgedreht auf einem Gitter abkühlen lassen. Evtl. die Standfläche etwas begradigen.

Für die Deko: Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen. Bäumchen dünn damit betreichen und in den gemahlenen Pistazien wenden. Zum fest werden lassen auf einen Teller stellen. Mit der Zuckerschrift rote Kugeln auftupfen. Puderzucker mit etwas Zitronensaft verrühren. Nicht zu fest, sonst fließt sie nicht runter und nicht zu flüssig, sonst läuft sie am Baum runter und bleibt nicht auf der Spitze hängen.

Mit Puderzucker bestreuen und verschenken oder auf einem Törtchen platzieren.

Jetzt könnt ihr euer Törtchen mit den Pilzen und Tannenbäumen dekorieren. Ein wenig Pistazie drumherum und Puderzucker drauf – schon ist euer kleiner Zauberwald fertig.

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Ach ja, und ganz spontan möchte ich mit diesem Törtchen bei der Teaparty vom Knusperstübchen (KLICK) mitmachen. Das Knusperstübchen gibt es nämlich schon ein Jahr. Herzlichen Glückwunsch auch von mir an dieser Stelle ;-) Schaut da mal vorbei. Und gewinnen kann man auch was Tolles. Am liebsten hätte ich ja diese Tortenplatte (KLICK)… Ach ja, was wäre das schön *träum*

Jetzt wünsche ich einen schönen 2. Advent. Genießt ein paar gemütliche Stunden mit euren Lieben!

Liebe Grüße,

Emma

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Quellen: Fliegenpilze: Sweetmag 01/2014 – Tannenbäume: abgeändert aus meine Familie & ich books Nr. 11/2010

6 Gedanken zu “Cappuchino-Schoko-Törtchen und ein Zauberwald

  1. Ohhh was für ein wundervolles Törtchen. Die kleinen Tannenbäumchen und vor allem auch die kleinen Fliegenpilze sind ja herzallerliebst. Vielen Dank, liebe Emma, für diesen süßen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Sarah

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